Weingenuss

Wein ist nicht kompliziert. Erlaubt ist, was schmeckt!

Unsere Weine machen Spaß. Sie bieten Abwechslung, wecken Lust auf Geselligkeit und sind ein Ausdruck von Lebensfreude.

Die nachfolgenden Tipps sollen Ihnen Orientierung beim Weintrinken geben. Ob sich dadurch der Genuss für Sie persönlich steigert, können allein Sie beurteilen. Denn am Ende zählt nur: Hauptsache es schmeckt.


Wein riechen

Die Aromafülle eines Weines erschließt sich am deutlichsten über den Geruchssinn. Ein aufmerksamer Verkoster empfängt etwa zwei Drittel seines Eindrucks bereits über die Nase. Die menschliche Nase ist von Natur aus dazu befähigt, Tausende verschiedener Gerüche zu unterscheiden. Hier gilt: Übung macht den Meister.
Schnuppern Sie doch einmal in Ihr Glas Wein hinein. Es ist nicht immer einfach, die Geruchsempfindung gleich in Worte zu fassen, aber sicherlich hilft Ihnen ein Vergleich mit bekannten Düften. Lassen Sie sich Zeit. Woran erinnert der Duft? Vielleicht an rote oder grüne Früchte, an Blumen, Holz, Honig oder Vanille?

 


Wein schmecken

Die Geschmacksknospen der Zunge können vier Richtungen unterscheiden: süß, sauer, bitter und salzig. Die Intensität, mit der einzelne Geschmacksrichtungen herausgeschmeckt werden können, hängt von der persönlichen Geschmacksempfindlichkeit ab. Diese variiert von Mensch zu Mensch.

Bei der Verkostung herrschen in den ersten zwei bis drei Sekunden die süßen Geschmackstöne vor, dann nehmen die sauren Töne, anschließend die bitteren Töne zu. Halten Sie daher den Wein eine Weile im Mund, bevor Sie ihn hinunterschlucken. Nur so können Sie ihn voll auskosten. Ob und wie viele Aromen Sie bei einem Wein herausschmecken, hängt von der Übung ab. 

Schlürfen ist übrigens erlaubt, denn durch die Verwirbelung des Weines im Mund wird das Geschmackserlebnis intensiviert.

 


Weintemperatur

Die Blume des Weines blüht nicht im Eis. Bei Temperaturen von weniger als 8°C ist der Geruch der meisten Weine kaum noch wahrnehmbar. Sie sollten daher einen Wein nicht zu kalt servieren, allerdings auch nicht zu warm. Wärme steigert die geschmackliche Wahrnehmung von Süße und Säure. Kälte dagegen hebt Bitterkeit hervor. Werden Weißweine zu warm (über 12°C) serviert, schmecken sie oft breit und plump. Bei niedrigen Temperaturen kommt die Fruchtigkeit besser zur Geltung. Bei Schaumweinen wiederum wirkt dann die Kohlensäure zu aggressiv.

Konkrete Empfehlungen zur Trinktemperatur der Weine von Deutsches Weintor finden Sie auf dem Rückenetikett Ihres Lieblingsweines.

 


Das Glas

Das Glas ist das wichtigste „Werkzeug" beim Weingenuss. Die Unterschiede in der Wahrnehmung des gleichen Weines – in verschiedenen Gläsern gereicht – sind erstaunlich.

Weingläser sollten farblos, unverziert und dünnwandig sein. Ein langer Stiel verhindert, dass die Temperatur des Weines von der Wärme der Hand beeinflusst wird. Der größte Glasdurchmesser kennzeichnet stets die maximale Einschenkhöhe. Die nach oben hin tulpenförmige Verengung des Glases ist wichtig, um die Aromastoffe, die über der Weinoberfläche entstehen, zu konzentrieren.

 


Wein und Speisen

Wein und Speisen gehören seit je zusammen. Bei der Kombination gibt es heute keine wirklich starren Regeln. Die Berücksichtigung folgender Punkte ist allerdings oftmals hilfreich:

  • Alkohol erhöht den Eindruck von Süße und verstärkt die Wirkung von Gewürzen.
  • Kräftig gewürzte Speisen (z. B. mit Pfeffer, Chili, Curry) schmecken mit alkoholreichen Weinen noch kräftiger. Liebliche oder süße Weine mit wenig Säure harmonieren gut mit scharfen Speisen.
  • Salz erhöht die Wahrnehmung der Aroma- und Bitterstoffe in Wein und Speisen.
  • Süße erhöht die Wahrnehmung der Aromastoffe im Wein und mäßigt den Eindruck von "salzig", "bitter" und "sauer".